Visuelle Kommunikation
David Fischbach

Martin Schläpfer: »b.10 – Tanzsuite«, Foto: David Fischbach, Ballett am Rhein Düsseldorf/Duisburg
Martin Schläpfer: »b.10 – Tanzsuite«, Foto: David Fischbach, Ballett am Rhein Düsseldorf/Duisburg
Martin Schläpfer: »b.10 – Tanzsuite«, Foto: David Fischbach, Ballett am Rhein Düsseldorf/Duisburg
Martin Schläpfer: »b.10 – Tanzsuite«, Foto: David Fischbach, Ballett am Rhein Düsseldorf/Duisburg
Martin Schläpfer: »b.10 – Tanzsuite«, Foto: David Fischbach, Ballett am Rhein Düsseldorf/Duisburg

b.10

»Man muss sich immer wieder irgendwo hinwerfen, um Neues zu erfahren. Man muss beweglich bleiben, sich ›köpfen‹ oder sich forciert wo auch immer hineinstürzen: am besten in kaltes Wasser. Es ist das scheinbar Unmögliche, das mich weiter gehen lässt, als ich es mir vorstellen kann. Ich brauche die Gefahr. Es ist die Herausforderung einer Musik, die mich zu meinen Balletten zwingt«, beschrieb Martin Schläpfer einmal seinen Ausgangspunkt für ein neues Stück. Immer wieder sucht der Choreograph sich Kompositionen, die auf den ersten Blick für eine tänzerische Umsetzung unmöglich erscheinen. Eine solche ist auch Helmut Lachenmanns »Tanzsuite mit Deutschlandlied«.

Konsequent entwickelte der deutsche Komponist seit den 1970er Jahren eine »Musique concrète instrumentale«, die mittels neuer Spieltechniken für ein meist klassisches Instrumentarium eine völlig neue Klanglichkeit erzeugt. In seiner 1979/80 komponierten »Tanzsuite mit Deutschlandlied« sind es verschiedene alte Tanzformen, die mit ihrem Rhythmus und Tonfall einen Boden des Vertrauten bilden, um zugleich in Lachenmanns eigenwilligen, nie gehörten Klängen aufzugehen und zu verschwinden.

Text: Ballett am Rhein Düsseldorf/Duisburg